100 Drawings - Tag 24: Selbstportrait

Illustration: Selbstportrait Felice Vagabonde

Wie ihr merkt, bin ich ziemlich auf diese Polygon/Lowpoly-Illustrationen hängen geblieben. Es ist eine Menge Arbeit, macht aber dennoch viel Spaß. Ich höre dabei Hörbuch und bau so meine Dreiecke vor mich hin.

 

Ich wurde schon öfter gefragt, ob ich einen Filter benutze: Nein. Das ist alles Handarbeit. Ein Filter oder ein Script ist niemals so gut wie das menschliche Auge oder Gehirn, wenn es so etwas erstellen soll. Ein Script weiß nicht: Oh, das ist die Gesichtspartie, jetzt schön die Nase ausarbeiten, damit man die Ähnlichkeit erkennt und alles natürlich und realistisch aussieht!

 

Ich hab das Bild oben in Photoshop grob von einem Foto abgeschmiert und das dann mit Dreiecken nachgebaut. Dabei habe ich versucht, den physiognomischen Merkmalen zu folgen. Ein Script, das mir ein Kollege schickte, macht aus dem Bild dann so etwas:

http://williamngan.github.io/kubist/
http://williamngan.github.io/kubist/

Wie man sieht, richtet sich dieses Script lediglich nach Farben, aber nicht nach den Formen, die aus einem Gesicht ein Gesicht oder aus einem Tiger wirklich einen Tiger machen. Man kann dort die Punkte zurecht ziehen, das ist aber dennoch unexakt und so dermaßen umständlich, dass es einfacher ist, das einfach von vorn herein selbst zu machen.


So bleibt nur, Dreieck um Dreieck zu bauen, aber das ist auch gut so. Es macht Spaß und man hat eine genaue Kontrolle darüber, was jetzt nun wie genau aussehen soll. Und wenn man es geschickt anstellt und sich ne gute Technik überlegt hat, geht es schneller, als gedacht.