100 Drawings - Tag 22: Der Eisbär

lowpoly - illustration aus hamburg: eisbär

Auf Wunsch habe ich heute einen der bekanntesten Arktisbewohner, den Eisbären (Ursus maritimus) illustriert, das größte an Land lebende Raubtier der Erde. In der Regel hat er eine Länge von 2,50m, kann aber auch mal einen Meter länger werden, während die Schulterhöhe bei ungefähr 1,60m liegt. Das Gewicht schwankt zwischen 150 und 300kg, je nach Jahreszeit und Beutevorkommen.

 

Das Fell, das gelblich weiß gefärbt ist, dient der Tarnung und auch dem Schutz vor Kälte und Wasser, da es dicht, warm und wasserabweisend ist. Unter dem Fell findet man schwarze Haut, unter der sie eine dicke, isolierende Fettschicht tragen.

 

Eisbären sind Spitzenprädatoren und sitzen ganz oben am Gipfel der arktischen Nahrungspyramide. Sie ernähren sich ausschließlich von tierischer Beute, wobei Robben den Hauptbestandteil ihrer Beute ausmachen. Das Gehör des Eisbären ist außergewöhnlich gut entwickelt - so können sie die Dicke einer Eisfläche abtasten, indem sie auf das Eis schlagen und mit den Ohren die Wasserreflektionen erlauschen. Ist die Dicke optimal, um ein Wasserloch aufzubrechen, tun sie das und begeben sich dort auf Jagd. 

 

Eisbären sind wahnsinnig gut an die karge Umgebung angepasst. Bei ihrer Beute fressen sie, wenn sie ausreichend genährt sind, fast ausschließlich das Fett und die Haut ab. Dieses Fett speichern sie und können dadurch 4, 8 oder sogar 12 Monate durchgehend fasten, falls sie keine Beute finden. Um den Darm aktiv zu halten, fressen sie in der Zeit nur ein paar Algen oder etwas Seegras. Aber auch Kannibalismus ist den Tieren nicht fremd - Jungtiere müssen sich vor erwachsenen männlichen Artgenossen sehr in Acht nehmen.

 

Die IUCN schätzt den weltweiten Eisbärenbestand auf 20.000 bis 25.000 Tiere. In den Ländern, in denen er vorkommt, besteht eine Jagdquote, die auf Nachhaltigkeit basieren soll - der Eisbär ist ein sehr gefragtes Jagdobjekt. Einen Antrag der USA vor 5 Jahren, Eisbären"trophäen" nicht mehr außerhalb der Länder handeln zu dürfen, in denen sie natürlich vorkommen, wurde unter anderem von der Europäischen Union abgelehnt. Das nur mal so am Rande.