100 Drawings - Tag 18: Rotfuchs

Illustration Hamburg: Der Rotfuchs

Heute habe ich für euch den Rotfuchs (Vulpes vulpes), der in Europa am häufigsten vorkommende Wildhund. Schon die kleinsten Kinder wissen, wie ein Fuchs aussieht daher spare ich mir eine Beschreibung. Die Tiere siedeln sich im Wald, in Graslandschaften und mittlerweile auch Stadtgebieten an. Sie sind Überlebenskünstler und können sich gut anpassen.

Obwohl Füchse zu den Caniden gehören, jagen sie eher wie Katzen. Sie können klettern und schleichen sich katzenhaft an, letztlich stürzen sie sich mit dem sogenannten "Mäusesprung" auf ihre Beute. Auf dem Speiseplan steht von Ratten, Hasen, Mäusen, Hühnern bis hin zu Insekten, Würmern und Abfall wirklich alles mögliche.

Die natürlichen Fressfeinde des Fuchses sind Wölfe, Luchse und große Raubvögel wie der Steinadler oder der Uhu. Zudem werden die Populationen vom allseits bekannten Fuchsbandwurm geplagt, sowie von vielen anderen Krankheitserregern.


Der Fuchs wird in den meisten Staaten legal bejagt, auch in Deutschland ist das Gang und Gäbe und die Jäger hängen sich die Felle stolz als Trophäen ins Wohnzimmer. Fuchsfelle kann man auf jedem Flohmarkt finden. In Großbritannien steht die Fuchsjagd jedoch unter heftiger Kritik der Tierschützer, so ist mittlerweile die Hatz zu Pferde und mit Hundemeuten verboten, die Diskussion ist aber dennoch weiterhin nicht abgeflaut.

 

Kulturell ist "Reineke" Fuchs oft als Haupt- oder Nebenrolle in Sagen und Volksmärchen vertreten. In einigen Teilen Deutschlands gibt es den Osterfuchs, der statt des Osterhases die Eier bringt; in Fabeln spielt er oft die Rolle des schlauen, listigen und verschlagenen Bösewichts.