100 Drawings - Tag 8: Das Seepferdchen

100 drawings - Felice Vagabonde, Illustratorin aus Hamburg! Gnu, (c) 2015

Seepferdchen (Hippocampi) gehören zu den Fischen, genau genommen zu den Seenadeln.

Man findet sie überall auf der Welt in den Meeren, vor allem um Australien und Neuseeland herum. In der griechischen Mythologie waren sie die Nachfahren der Pferde, die Poseidons Streitwagen zogen.


Ihr Kopf ähnelt dem eines Pferdes, der Schwanz eher dem eines Wurms oder einer Schlange. Mit Letzterem klammern sie sich an Seegras und ähnlichem fest, um nicht davon getrieben zu werden.

Seepferdchen sehen nicht nur ungewöhnlich aus, sondern haben auch sonst einige Besonderheiten. Zum Beispiel werden bei ihnen nicht die Weibchen, sondern die Männchen trächtig - als Frau kann ich nur sagen: Hach, wenn doch nur.... ;-). Die Weibchen bilden die Eier und spritzen sie nach der Befruchtung ihrerseits in die Bauchtasche der Männchen, wo diese sie dann ebenfalls befruchten und austragen. Nach 10-12 Tagen gebären sie dann die kleinen Babyfische, die dann sofort selbstständig sind.


Leider gehören Seepferdchen zu den bedrohten Tierarten, da der Mensch ihnen durch die Zerstörung des Lebensraumes die Grundlage zum überleben raubt; zudem verheddern sie sich als Beifang in Fischernetzen und werden auch von Touristen als Souvenire gekauft, was ebenfalls zur Dezimierung ihrer Population führt.