Die Anfänge

The first drawing of Felice Vagabonde (c) Felice Vagabonde illustration 2015

Dieser kleine Fetzen war mein erster Schritt in Richtung "Illustration", bzw. stilisierte Zeichnung - damals, 2009 in Wien. Bis dahin habe ich nur die typischen Fineart-Sachen gemacht, sehr realistisch gezeichnet und wenig experimentiert. Das hat sich mit dieser kleinen Zeichnung schlagartig geändert.

Ich steckte in einem Biologie-Studium, das ich auch mehr notgedrungen absolvierte, und das Thema "Kunst" hatte ich eigentlich abgehakt, es war nur mehr ein Hobby. Als ich aber in Wien lebte, nahm die Auseinandersetzung mit Illustration und Co. rasant zu, und ich experimentierte viel mit verschiedenen Medien. Ich hatte Ausstellungen, illustrierte für Magazine und die Sache nahm schnell an Fahrt auf.


Könnt ihr euch vorstellen, dass ich bis vor 5 oder 6 Jahren grauenvolle Gesichter und Hände gezeichnet habe? Das ging echt GAR NICHT. Ich konnte das noch nie, am schlimmsten waren Männer, die sahen aus


wie eine Mischung zwischen dem Ding aus dem Sumpf und Chucky, der Mörderpuppe - mit mehrfach gebrochenen Fingern ;). 

Das hat mich rasend gemacht, doch Wut oder Frust können durchaus gute Katalysatoren sein. Ich zeichnete ab sofort nur noch Menschen, hunderte Gesichter und Hände und das so lang, bis man auf einmal über mich sagte "das ist die, die so tolle Gesichter zeichnet". Huch? Ich war selbst ganz baff und habe relativ spät gemerkt, dass meine gezeichneten Personen nicht mehr aussehen wie Monster aus der magischen Menagerie.

 

<Peinliche und klischeehafte Lebensweisheit> Frustration kann einen durchaus auf das nächste Level bringen und ist nicht immer nur destruktiv - das weiß man ja seit Faust - , und wenn man scheitert, sollte man nicht aufhören sondern trotzig weitermachen. Oft eröffnen sich einem ganz neue Wege, an die man gar nicht gedacht hat. </Peinliche und klischeehafte Lebensweisheit>